Besuch bei der Alzeyer Tafel

Pressemitteilung

Die Jusos Alzey-Worms besuchten am Freitag die Alzeyer TAFEL im Rahmen ihrer Kampagne „Einfach ´mal Danke sagen“. Demnach werden in unregelmäßigen Abständen Institutionen, Einrichtungen und Vereine besucht und im Rahmen dieser Kampagne eine kleine Würdigung des besonderen sozialen Engagements ausgedrückt.

 

Günter F. Schulze, Leiter der Alzeyer TAFEL, empfing die Delegation herzlich und freute sich über den Besuch der Jungen Sozialdemokraten. „Es tut gut, wenn sich Menschen für unsere Arbeit interessieren und diese auch zu schätzen wissen“, so Schulze bei der Begrüßung. Die Einrichtung in Alzey existiert seit 2007 und hat die Besonderheit, dass die Trägerschaft gleich von 8 kirchlichen Verbänden gestemmt wird. 20 eigene Fahrten werden im Schnitt pro Woche durchgeführt, um die Lebensmittel anzuliefern. Die angebotenen Waren unterliegen den gleichen Hygienevorschriften wie sie auch in den Discountern und Läden gelten.

 

Die Jusos brachten einen ganzen Fragenkatalog mit, der sich mit der gesellschaftlichen Funktion bis hin zu wirtschaftlichen Zahlen beschäftigte. Jonas Braun fragte, wie viele Mitarbeiter denn die Tafel umfasse. Schulze referierte daraufhin, dass die Alzeyer TAFEL derzeit circa 100 ehrenamtliche Mitarbeiter hat. Auf Nachfrage von den Jusos, ob es denn auch staatliche Zuschüsse gebe, betonte er eindringlich, dass sich die Tafel nicht als eine zusätzliche Stütze im Sozialsystem sieht, wie das oftmals dargestellt werde. „Wir verstehen uns als Logistiker zwischen Überfluss und Mangel“, definiert er die Funktion der Einrichtung. „Wir sind dafür da, dass arme Menschen ihre Haushaltskasse etwas entlasten können“. Die Alzeyer TAFEL wird täglich von circa 50-60 Menschen besucht, rund zwei Drittel kommen aus der Stadt Alzey und der VG Alzey-Land. Knapp 30 % der von der Alzeyer TAFEL versorgten Menschen sind Kinder und Jugendliche. Nach Schulze ist die Kombination alleinerziehend mit Kind die typische Konstellation, die die TAFEL besucht. Tobias Perlick bekräftigte am Ende des Gesprächs, dass, die durch den Besuch gewonnenen Erkenntnisse, einen flächendeckenden Mindestlohn und eine Reform, die die Altersarmut deutlich reduziert, einmal mehr als notwendige und unumgängliche Maßnahme durchgesetzt werden müsse, denn im Prinzip sei die Existenz von Tafeln letztendlich ein Signal dafür, dass das Sozialsystem an vielen Stellen nicht genügt. „Wir Jusos sind dennoch sehr froh, dass es trotzdem so viele Ehrenamtliche gibt, die den Menschen vor Ort helfen und deshalb ist es wichtig, dass dies auch gewürdigt wird.“

 

Am Ende des Besuchs verständigte man sich darauf, dass man sich in der nächsten Zeit noch einmal kurzschließen wird.

 

Homepage Jusos Kreis Alzey-Worms

 

Kommentare

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cgotRzqEUVn

Tolle Idee.Ich hatte so was e4hnliches in meinem rhieehessnschin IT-Bekanntenkreis auch schon mal angeregt, ist aber noch nicht zustande gekommen.Ich habe den Termin leider eine Woche zu spe4t gesehen.Wenn es einen regelme4dfigen Termin gibt wfcrde ich auch bald mal vorbeikommen.GrudfB. Corell

Autor: Zuzana, Datum: 31.01.2013


 

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